
Steigerwaldstadion (Foto: Krug)
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[29.06.2005] Die Europameisterschaft U23 in Erfurt wird vom 14. bis 17. Juli in einem tollen Rahmen stattfinden.
"Aus dem Steigerwaldstadion ist ein Bilderbuchstadion geworden", sagte DLV-Veranstaltungsmanager Siegfried
Schonert am Mittwoch bei einer DLV-Pressekonferenz. Bei der technischen Abnahme und den Gütekontrolle wurden
nur Bestnoten vergeben.
Für die 1,5 Millionen teure Renovierung war Dr. Joachim Casparius, der die Zusammenarbeit mit dem Deutschen
Leichtathletik-Verband und dem Landesverband in Thüringen lobte, als Architekt verantwortlich. "Wir haben den
Zeitplan eingehalten", stellte er fest.
Besonders hob er die Qualität der neuen Bahn heraus: "Wir haben ein Verfahren verwendet, bei dem der Druck an
jeder Stelle des damit homogenen und ausgeglichenen Belages gleich ist. Ich bin davon überzeugt, dass diese
Bahn eine absolute Top-Bahn werden wird."

Steigerwaldstation
(Foto: LOC)
Damit zeichnen sich gute Vorzeichen für die kontinentalen Titelkämpfe ab. Jürgen Reinholz, Thüringer Minister
für Wirtschaft, Technologie und Arbeit, freute sich bereits auf das Leichtathletik-Event in Erfurt: "Die U23-EM
ist für das Land Thüringen von großer Bedeutung. Sonst dominiert in Thüringen der Wintersport, aber solche
Veranstaltungen zeigen, dass auch die Leichtathletik hier einen sehr hohen Stellenwert hat."
Siegfried Schonert gab bekannt, dass die Meldelisten am kommenden Dienstag, 5. Juli, zur Verfügung stehen
werden. Als einzige Nation hat Luxemburg, das den nun verletzten Mittelstreckler David Fiegen ins Rennen
schicken wollte, abgesagt.
Insgesamt sind 45 Nationen mit rund 1.000 Athleten, die in insgesamt zwölf Hotels untergebracht werden, in
44 Disziplinen dabei. Star der Veranstaltung könnte die Siebenkampf-Olympiasiegerin Carolina Klüft (Schweden)
werden. Sie verteidigt im Weitsprung ihren Titel. Als Höhepunkt zeichnet sich auch der Zehnkampf ab. Dort
sind insgesamt 34 Athleten avisiert.
Siegfried Schonert rechnet an den beiden Qualifikationstagen Donnerstag und Freitag mit rund 2.000 Zuschauern
und erwartet am Wochenende, wenn die meisten Entscheidungen mit deutschen Top-Athleten fallen, ein größeres
Besucherinteresse.

Lokalmatador Stephan Eberhardt
(Foto: Gantenberg)
Als lokale Zugpferde sollen auch die Erfurter Athleten dienen. Über 1.500 Meter tritt etwa Stephan Eberhardt an.
Sein Trainer Dieter Hermann hält große Stücke auf ihn: "Er ist ein sehr talentierter Läufer, der im Gegensatz zu
einem Nils Schumann weniger über die Schnelligkeit, sondern mehr über die Ausdauer kommt." Im Hinblick auf die
U23-EM warnt er allerdings vor zu hohen Erwartungen: "Ich will ihn nicht unter Druck setzen. Es gibt auch in
anderen Ländern starke Athleten."
Insgesamt sieht der Coach in der Veranstaltung aber ein gutes Sprungbrett: "Die U23-EM hat immer schon
Top-Athleten hervorgebracht. Nicht zuletzt war auch Nils Schumann 1999 U23-Europameister und ein Jahr später
in Sydney Olympiasieger." (pm/fc)
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