
Andreas Freimann (Foto: Gantenberg)
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[17.07.2005]
Andreas Freimann läuft nach Hause oder besser zu Hause. Ein Start bei der Europameisterschaft U23 vor der eigenen Haustür steht
fest auf dem Plan des Mittelstreckentalents. Wie der sympathische 800-Meter-Läufer vom LC ThüringenGas Erfurt die Zeit als Lokalmatador
erlebt, erzählt er auf leichtathletik.de und nimmt uns so mit auf seinen Weg nach Hause.
Hey Ihr Lieben,
die Europameisterschaft ist vorbei, in Erfurt kehrt der Alltag wieder ein und ich bin zu Hause angekommen. Gleich nach
der offiziellen Verabschiedung von der deutschen Mannschaft und der Abschlussfeier, bin ich Richtung Zeulenroda zu meinen
Eltern gedüst. Natürlich haben sie bei meinem Endlauf im Stadion mitgefiebert, aber so richtig viel Zeit zum Reden hatten
wir noch nicht.
Insgesamt liegen vier aufregende Tage hinter mir, die ich absolut genossen habe. Die Stimmung im Stadion war einfach
phänomenal. Sie hat mich sogar so sehr mitgerissen, dass ich schon vor meinem Finale ein T-Shirt mit der Aufschrift
„Danke - Thanks Erfurt!“ trug. Meine erste internationale Meisterschaft wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben, auch
wenn für mich vielleicht mehr drin gewesen wäre.
„Es geht weiter“
Am Ende geht aber der siebte Platz in einem sehr langsamen Rennen für mich in Ordnung. Vielleicht hätte ich besser
ausgesehen, wenn ich den Spurt etwas später angesetzt hätte oder wenn das Tempo insgesamt höher gewesen wäre. Aber
was nützt es, jetzt noch zu spekulieren. Mein Trainer brachte es, wie immer auf den Punkt: „Es geht weiter“. Nicht nur,
was mich betraf, hatte er Recht, sondern auch Stefan Eberhardt machte weiter. Und zwar so lange bis er im Finale als Zweiter
über die Ziellinie zu Silber lief. Ich freue mich wahnsinnig für ihn, er hat diesen Erfolg mehr als verdient.
Die Abschlussparty war für alle Athleten ein gelungener Ausklang dieser Europameisterschaft. Endlich konnten alle ganz
befreit den Abend genießen und die Eindrücke, die sie in Erfurt gesammelt haben Revue passieren lassen. Alle waren ganz
locker drauf, einige zu locker, glaube ich. Denn ich habe nicht wenige gesehen, die wohl ein klein bisschen zu tief in
das Bierglas geschaut haben. Aber dafür sind solche Anlässe ja da und verdient hatten wir uns das allemal.
Noch lange nicht am Ziel
Für mich geht das Training erstmal ganz normal weiter. Ich starte in Leverkusen beim Bayer-Meeting Meeting und werde
auf jeden Fall noch bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften antreten, bevor ich in meinen wohlverdienten Urlaub gehe.
Doch danach heißt es wieder Training, Training und noch mal Training.
Denn mein Ziel ist noch lange nicht erreicht.
Bis bald, Euer Andy
(af/jk)
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