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Britische London-Hoffnungen starten in Erfurt
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Großbritannien
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[09.07.2005]
Großbritannien kommt mit einer Mannschaft von 50 Athleten (29 Männer, 21 Frauen) zur anstehenden Europameisterschaft U23 nach Erfurt
(14. bis 17. Juli). Viele dieser Hoffnungsträger könnten auch 2012 bei den kürzlich nach London vergebenen Olympischen Spielen als
Lokalmatadoren dabei sein.
Über 400 Meter haben die Briten im Steigerwaldstadion beste Titelchancen. Robert Tobin ist in dieser Saison mit seiner Vorleistung
von 45,01 Sekunden der bislang schnellste Europäer. Im U23-Bereich war er rund eine Sekunde flotter unterwegs als seine Konkurrenten.
Bei den Frauen ruhen die Hoffnungen auf Christine Ohuruguo, die aus der Nähe von London kommt. Vor zwei Jahren gewann sie bei der
U20-Europameisterschaft in Tampere (Finnland) Bronze. Danach steigerte sie sich in der Olympiasaison auf eine Bestzeit von 50,50
Sekunden und war auch bei den Spielen in Athen am Start.
Robert Tobin und Christine Ohuruguo führen die starken 4x400-Meter-Staffeln von der Insel an.
Mohamed Farah klarer Favorit
Mohamed Farah gilt aus weiteres heißes Eisen im britischen Team. Er startet über 5.000 Meter. 2003 wurde er bei der letzten
U23-EM im polnischen Bydgoszcz bereits Zweiter. In diesem Jahr machte er über 3.000 Meter mit Platz zwei beim Europacup in
Florenz und Rang sechs bei der Hallen-EM in Madrid auf sich aufmerksam. Mit seiner 5.000 Meter-Vorleistung von 13:30,53 Minuten
ist er bislang mehr als 15 Sekunden schneller gewesen als seine Mitstreiter, die in Erfurt erwartet werden.
Im Laufbereich der Frauen wird nach einer möglichen Nachfolgerin von Doppel-Olympiasiegerin Kelly Holmes und
Marathon-Weltrekordhalterin Paula Radcliffe gesucht. Jemma Simpson (800m) und Lisa Dobriskey (1.500m), die beide bei
der U23-EM vor zwei Jahren schon auf dem Treppchen standen, sind mögliche Kandidatinnen für dieses schwere Erbe.
Jonathan Moore auf dem Weg zurück
Jonathan Moore gilt im britischen Lager als großes Sprungtalent und weitere Medaillenhoffnung. Der frühere
Jugend-Weltmeister, der schon 2002 acht Meter überbieten konnte, sucht nach einer Knieverletzung wieder den
Anschluss an die internationale Spitze und könnte die U23-EM in der nächsten Woche nutzen, um sich dort das
nötige Selbstvertrauen für weitere Aufgaben zu holen.
(el/fc)
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