
Annika Suthe (Foto: Gantenberg)
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[16.07.2005]
Annika Suthe hat aus diesem Sommer wohl das Maximale herausgeholt. Die von Ellbogenproblemen geplagte
Leverkusener Speerwerferin schloss ihre eingeschränkte Saison bei der Europameisterschaft U23 in Erfurt am
Samstag mit einem Siegeswurf auf 57,72 Meter ab und führte damit gemeinsam mit ihrer Vereinskollegin Katharina
Molitor (57,01 m) einen weiteren DLV-Doppelsieg an.
„Für mich war es ein guter Wettkampf, ich konnte mich fast mit jedem Versuch steigern“, sagte die
Junioren-Vize-Weltmeisterin, die vor einer Woche in Kienbaum noch einen Leistungstest absolvieren musste,
um überhaupt im Steigerwaldstadion mit dabei sein zu können, „der Titel hat für mich einen hohen Stellenwert.“
Annika Suthe (Foto: Gantenberg)
Es gab nur einen brenzligen Augenblick, als die Lettin Linda Brivule (56,12 m) zwischenzeitlich die
Führung übernommen hatte. „Aber ich wusste, dass ich 58 Meter werfen kann“, war Annika Suthe nicht aus
dem Konzept zu bringen und konnte kontern. Wichtig war auch, dass die talentierte Weitenjägerin den
Wettkampf schmerzfrei bestreiten konnte.
Umzug nach Leverkusen
Trotz des Erfolges in Thüringen steht fest, dass sie die Saison nun beenden wird, um die Verletzung,
die sie schon seit einem Jahr begleitet, richtig auszukurieren. Überhaupt hat Annika Suthe in diesem
Sommer nur drei Starts absolviert und sich die letzten Wochen damit wohldosiert eingeteilt. „Im Training
fehlen mir ungefähr tausend Würfe“, erzählte sie. Umso beachtlicher ihre Leistung in Erfurt.
Der Blick der erst 19-Jährigen richtet sich aber jetzt vor allem voraus. Die Genesung steht im Vordergrund,
im Herbst zieht sie nach Leverkusen, um dort künftig gemeinsam mit der Olympia-Zweiten Steffi Nerius unter
Helge Zöllkau zu trainieren. „Ich denke, ich kann dort viel lernen“, sagte sie auf eine hoffnungsvolle Zukunft blickend.
(fc)
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