
Sabine Rumpf (Foto: Gantenberg)
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[17.07.2005]
Zwei Esel, ein Bär, ein Hund und ein Nilpferd waren die fünf Glücksbringer, die Diskuswerferin Sabine Rumpf am
Sonntag in ihrem dafür viel zu kleinen Rucksack mit ins Erfurter Steigerwaldstadion gebracht hatte. Mit einer
Goldmedaille um den Hals verließ sie gemeinsam mit ihrem kleinen Stofftierpark wieder die Arena als frischgebackene
U23-Europameisterin.
Obendrauf hatte sie mit 60,75 Metern auch noch eine neue persönliche Bestleistung aufgestellt und zum ersten Mal
die Schallmauer der 60 Meter übertreffen können. „Das ist fantastisch, ich habe vier Jahre darauf hintrainiert“,
sagte die Athletin der LSG Goldener Grund, die im August bei der Universiade noch einen weiteren internationalen
Einsatz haben wird.
Sabine Rumpf (Foto: Gantenberg)
„Ich war sehr aufgeregt, aber im Ring dann doch relativ locker“, erzählte Sabine Rumpf. Nur im letzten Versuch
spielten die Nerven der Führenden fast nicht mehr mit. „Ich habe so gezittert, dass mir der Diskus fast aus der
Hand gefallen wäre.“ Erstaunlich, dass sie mit 59,55 Metern auch da noch eine Weite warf, die zum Sieg gereicht
hätte. Trotzdem kam ihr die Russin Darya Pishchalnikova mit 59,45 Metern im dritten Durchgang doch sehr nahe. „Ich
hatte Angst, dass sie mich noch packt. Sie war so heiß.“
Viertes Gold für DLV-Werfer
Sabine Rumpf steigerte im Rahmen der U23-EM in Erfurt ihre Bestleistung gleich zweimal. Bereits in der
Qualifikation hatte sie mit 59,12 Metern überzeugt. „Ich habe gestern schon gemerkt, dass ich gut drauf war und
sogar von dieser Weite etwas verdattert.“
Auch wenn sie ihr Saisonziel nun vollauf erreicht hat, ist nicht ausgeschlossen, dass die 22-Jährige demnächst
noch etwas draufpacken kann: „Mal kucken, vielleicht geht’s noch weiter.“
Sabine Rumpf setzte jedenfalls am Sonntagnachmittag in Erfurt die Erfolgsserie der deutschen Werfer, die damit für
alle vier bisherigen Goldmedaillen des DLV verantwortlich sind, fort.
(fc)
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