
Sebastian Ernst (Foto: Gantenberg)
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[17.07.2005]
Die deutschen Sprinter haben bei der Europameisterschaft U23 in Erfurt über 4x100 Meter die 22 Jahre alte
deutsche U23-Bestleistung gebrochen und von 39,25 auf 39,12 Sekunden verbessert. „Das ist bärenstark“, freute
sich Schlussläufer Till Helmke (TSV Friedberg-Fauerbach) über diese Nachricht, „1983? da war ich noch nicht
einmal auf der Welt.“
Besser als das DLV-Quartett, das in der weiteren Besetzung mit Florian Rentz, Marius Broening und
Sebastian Ernst ohne den gestrigen 100-Meter-Dritten Stefan Wieser (wir berichteten) auskommen musste, war nur die
Formation Frankreichs, die ihrerseits den Junioren-Europarekord um eine Hundertstel auf 38,95 Sekunden verbesserte.
3.Wechsel: Sebastian Ernst auf Till Helmke (Foto: Kiefner)
Diese Marke hatte auch Sebastian Ernst, der in Erfurt zuvor schon Silber über 200 Meter (20,58 sec) einheimsen
konnte, im Auge: „Wir wollten Gold holen und den Europarekord anpeilen“, sagte der Schalker und ärgerte sich
etwas darüber, dass er die Heimreise ohne goldenes Edelmetall antreten muss, „ich lasse die Ergebnisse erst
einmal noch sacken.“
Sebastian Ernst hofft auf Einzelstart
Zumindest hat Sebastian Ernst die interne Ausscheidung mit Till Helmke (20,78 sec im Einzelrennen) um den
noch vakaten Staffelplatz für die WM in Helsinki für sich entschieden. „Jetzt hoffe ich auf eine Nachnominierung
im Einzel“, erklärte der momentan noch amtierende U20-Europameister, „wenn alles optimal läuft, traue ich mir zu,
noch an meine persönliche Bestzeit heranzukommen.“
Till Helmke, der sich im Steigerwaldstadion wieder als wertvoller Staffelläufer präsentierte, sagte: „Ich werde
jetzt akzeptieren müssen, dass ich bei der WM nicht dabei bin, außer es verletzt sich noch jemand. Das ist schon
ein bisschen schade, weil mir diese 120 Meter in der Staffel einfach ungeheuer liegen.“
Till Helmke, Florian Rentz, Sebastian Ernst und Marius Broening (Foto: Gantenberg)
(fc)
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