
Jürgen Mallow (Foto: Gantenberg)
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[17.07.2005]
Am Ende der vier erfolgreichen Leichtathletik-Tage bei der Europameisterschaft U23 in Erfurt war am Sonntagabend
der Leitende Bundestrainer im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV), Jürgen Mallow, selbst überrascht,
als er einen Blick auf die Länderwertung warf. „Ich hätte nicht damit gerechnet, dass wir so nah an den Russen dran sind.“
251 Punkte sammelte auf den Plätzen eins bis acht das DLV-Team als klar zweitstärkste Nation, nur 19 weniger als
Russland. Mit 26 holte die Gastgebernation außerdem die zweitmeisten Podestplätze, Russland kam auf 31. Im Medaillenspiegel
wiederum ergab sich mit vier Gold, 14 Silber und acht Bronze Platz drei, weil Frankreich sechs Titel abgeräumt hatte und
damit hinter der russischen Truppe, die mit 15 klar die meisten Siege einfuhr, hier auf der Zwei gewertet wurde.
Insgesamt konnten die DLV-Verantwortlichen also ein rundum zufriedenes Fazit des Heimspiels ziehen und darauf verweisen,
dass die fünfte Auflage der U23-EM, die als wichtige Zwischenstation im Juniorenalter gilt, die bislang erfolgreichste war.
Werfer als Goldlieferanten
„Die Mannschaft hat das Vertrauen gerechtfertigt, sie war sehr gut vorbereitet und hat mit den 26 Medaillen das Soll
gut erfüllt“, stellte Jürgen Mallow in seinem Abschlussfazit fest, „das Ergebnis spricht dafür, dass wir optimistisch in die
Zukunft blicken können. Wir wollen mit diesen Athleten zielstrebig weiterarbeiten.“
Auf einem guten Weg scheint allen voran das Werferlager zu sein, das mit Annika Suthe (Speer), Petra Lammert (Kugel),
Sabine Rumpf und Robert Harting (beide Diskus) alle vier Titelträger des DLV stellte.
Zufrieden zeige sich auch der Europäische Leichtathletik-Verband (EAA) mit der Veranstaltung. „Die Europameisterschaft
U23 in Erfurt war insgesamt ein großer Erfolg. Nicht nur im Stadion hat alles gestimmt, sondern auch die Rahmenbedingungen
haben gepasst“, sagte der ungarische Vize-Präsident Agoston Schulek.
Dankbares Publikum
Als erstaunlich schnell und gut erwies sich der erneuerte Belag im Steigerwaldstadion, wie die Sprintzeiten bewiesen.
Ähnliches galt für Leistungen in anderen Bereichen, wie im Weitsprung, wo die Siebenkämpferinnen fast im Minutentakt
neue Bestleistungen erzielten und auch bei den Spezialisten gute Ergebnisse zu notieren waren.
Darüber hinaus stellte DLV-Veranstaltungsmanager Siegfried Schonert fest: „Es waren stimmungsvolle und kurzweilige
Meisterschaften auf einem international hohen Niveau. Erfurt hat bewiesen, dass auch künftige Leichtathletik-Events
von hoher nationaler und internationaler Klasse hier ausgetragen werden können. Die mehr als 20.000 Zuschauer an allen
vier Veranstaltungstagen waren ein dankbares Publikum.“
(fc)
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